Kunst rotiert

Vernissage am 1. Juli 2022, um 20 Uhr

Mit der Gewinn-Aktion „Brillant im Glas“ von Armin Fiedler, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Diamanten, Edelsteine und Juwelenschmuck.

 

Die Mitglieder des Rotary Club Weimar-Bauhaus laden ein, zur dritten Benefiz-Galerie „Kunst rotiert“

vom 1. bis 3. Juli im Schießhaus Weimar.

 

Sie haben Gelegenheit Werke aus einem breiten, anspruchsvollen Spektrum von namhaften Künstler mit lokalem Bezug zu erwerben. Während der Öffnungszeiten der Galerie haben Sie die Möglichkeit, mit den Kunstschaffenden ins Gespräch zu kommen.

Der Rotary Club Weimar-Bauhaus unterstützt seit 17 Jahren viele soziale Projekte in Weimar und der ganzen Welt. Von Beginn an sind Erhalt und Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendeinrichtung KRAMIXXO in Weimar-West das wichtigste Ziel unserer Clubarbeit.

 

Um eine finanzielle Unterstützung des Projekts auch in diesem Jahr abgesichert vornehmen zu können, möchten wir, wie bereits erfolgreich in den Jahren 2012 und 2014 durchgeführt, wieder die Charity-Verkaufs-Ausstellung „Kunst rotiert“ veranstalten.

 

Vom 1. bis 3. Juli 2022 bieten wir erneut einer Auswahl namhafter Künstler aus der Region die Bühne, ihre Werke im Schießhaus in Weimar auszustellen. Der Rotary Club Weimar-Bauhaus lädt zu diesem Zweck viele Kunstinteressierte und Spender ein, um ihnen die Möglichkeit zu geben, mit den Kunstschaffenden ins Gespräch zu kommen und Kunstwerke aus einem breiten, anspruchsvollen Spektrum zu erwerben. Statt einer Galeristen-Provision kommen die Erlöse nur den Künstlern und der Kinder- und Jugendeinrichtung Kramixxo anteilig zugute.

Die Künstler

Ingredienzien I, aus der Serie Flowerpower, Collage aus Fotokopien, 42 x 59,4 cm

Sophie von Hayek

Nach einem sehr bautechnisch orientierten Studium arbeitet sie als freischaffende Künstlerin, zuerst in Bielefeld, seit 2012 in Erfurt, wo sie auch mit ihrer Familie wohnt. Die bevorzugten Arbeitsgebiete sind seit einigen Jahren die Zeichnung und Collage. Die Arbeitsmaterialien kennt sie noch aus dem Architekturstudium: verschiedene Papiere und Bleistifte, Fotoapparat, Fotokopien, Lineale und Schneidematerialien. Die Methode des Herauslösens grafischer Elemente, wie Linien oder Figuren und das Herstellen neuer Kontexte und Bezüge prägt ihre Arbeitsweise.

 

Es entstehen reduzierte, meditativ wirkende Linienzeichnungen und vielschichtige Collagen, zusammengesetzt aus Kopien grafischer Vorlagen oder eigener Photographien. Die Betrachter sind eingeladen, sich Zeit für die Wahrnehmung der Schönheit einfacher Bäume, Blumen und modulierter Linien zu nehmen.

Wolf Bertram Becker

Wolf Bertram Beckers künstlerische Handschrift ist unverwechselbar: Ausgehend von der Wirklichkeit durchläuft sie unterschiedliche Phasen der Abstrahierung und wird als individuelle Bildwirklichkeit in den Werken dargestellt. Dabei bleibt sie trotz starker Expressivität und Farbbeschränkung lesbar und erlebbar. Seine Werke zeichnet eine große Raumtiefe aus, die durch das Zusammenspiel von linearen Strukturen und Farbflächen, von horizontalen und vertikalen Bewegungen entsteht. Der direkte Bezug zum Gesehen bleibt für Wolf Bertram Becker wichtig und bewahrt seine Arbeiten vor der Beliebigkeit. So entstehen Werke an der Grenze von Realität und Abstraktion, Werke großer Ruhe und Kontemplation.

Scala, 2022, Öl auf Leinwand, 105 x 100 cm.

Julia Kneise

Die 1985 in Eisenach geborene Künstlerin Julia Kneise lebt und arbeitet seit 2013 in Erfurt. Nach einem Fachabitur für Gestaltung in Erfurt an der Walter Gropius Schule beginnt sie 2004 ihr Studium der Freien Kunst im Bereich Malerei und Grafik an der Kunsthochschule in Kassel. Sie lernt unter anderem bei Maler Kurt Haug und später bei Friederike Feldmann, bei der sie 2011 auch Ihren Abschluss mit Auszeichnung macht. 2012 wird sie mit dem „Birgit Bolsmann Preis“ für Malerei ausgezeichnet. Durch viele Jahre Galerieerfahrung im Elternhaus des Fotografen Ulrich Kneise und zahlreiche Ausstellungen in der Heimat Thüringen etabliert sie sich über die Jahre und wird regional bekannt. Heute unterrichtet Julia Kneise unter Anderem an verschiedenen Institutionen als Dozentin, wo Sie Mal- und Zeichenunterricht gibt. Heute arbeitet sie an der Erfurter Malschule, dem Haus Dacheröden und dem Naturkundemuseum Erfurt wo sie Kurse und Workshops für Groß und Klein anbietet.

Lezzueck Coosemans

Die Vielfalt des bildnerischen Ausdrucks in seinem malerischen Werk ist von einer ethisch verantwortungsvollen Haltung bestimmt, mit der er das Verhältnis von Mensch und Natur beschreibt. Er erzählt keine Geschichten, sondern führt ein Geflecht von Wirkungsgefügen vor Augen, welches Ursache und Wirkung menschlichen Handelns hinterfragt. Seine Bilder sind nicht durch negatives Mediengeschnatter bestimmt, sondern es wird uns auf sehr eindringliche Weise die Schönheit unseres Planeten vor Augen geführt, mit der Hoffnung auf ein friedliches und achtsames Miteinander.

 

Basierend auf seiner südamerikanischen Herkunft, transportiert Coosemans seine künstlerischen Aussagen mit dem alten traditionsreichen Medium der Malerei in eigenständiger Handschrift. Durch das Studium alter Maltechniken ist es ihm möglich, Farbintensität und Farbwirkung so gekonnt herüberzubringen, dass der Betrachter in den Bann der Bilder gezogen wird.

„Serie Hoffnungsgabe | Der alte Mann, der für die Zukunft sorgte“, 2022 Unikat, Öl auf Reinleinen, 100 x 100cm
Ring 120º, Eiche

Robert Krainhöfner

Ausgangspunkt für seiner Werke, die weitgehend der konstruktiv-konkreten Kunst angehören, sind geometrische Grundelemente wie Linie, Band, Quadrat, Kreis oder Kegel.

 

Diese werden durch Prozesse wie Faltungen oder Drehungen, die vorher mit Papier erprobt werden, mehr oder weniger intensiven Veränderungen unterzogen und dabei von der Zwei-in die Dreidimensionalität überführt.
Diese Metamorphosen eröffnen unerwartete Sichtweisen auf die Ausgangsform. Neue Konstellationen der Teile zueinander, Änderungen in der Verteilung der Kräfte und der Aufteilung der Volumen. Herausgefordert wird das genaue Hinschauen und Verstehen spielerischer Zusammenhänge von Fläche und Raum.

Christiane Wachter

Inspiriert durch Lebensalltag und Reisen stehen Landschaft und Architektur sowie Mensch und Skulptur im Mittelpunkt des Werkes von Wachter. Der bisweilen flüchtig anmutende Blick ist dabei genau durchdacht, geometrische Strukturen geben der Bildkomposition Anlage und Halt.

 

Mit ihren Papier Collagen eröffnet uns Christiane Wachter Einblicke in eine poetisch-erzählerische und zugleich rätselhaft-surreale Bildwelt. Mal gerissen, mal geschnitten, mal geklebt, mal übermalt und mal schabloniert, appliziert die 1966 geborene Künstlerin die Bruchstücke auf die unterschiedlichsten Malgründe. Dabei werden sie dank ihres Zusammenfügens zu einem eindrucksvollen haptischen und sinnlich-ästhetischen Erlebnis.

Amalia, 2021, 110 x 85 cm, Collage auf Leinwand

Petra Töppe

Petra Töppe überrascht seit ihrem höchst erfolgreichen Gesellenabschluss 1992 bei Willi Kutsche in Bad Sulza immer wieder. Waren es zunächst perfekt gedrehte Gefäße und Geschirre, neben denen aber schon früh frei aufgebaute, hochschlanke Frauenfiguren standen, so sind es heute die archaisch frei aus der Hand geformten Vasen und Objekte, neben denen die kraftvollen Stiere – hin und wieder auch Pferde – stehen, die in jeder Ausstellung, auf jedem Markt zum Hingucker werden.

 

Für Petra Töppe ist das kein Widerspruch, sondern eine logische Entwicklung, die sich aus ihrer Lebensgeschichte ergibt. Schon als Kind hat sie träumerisch in Pfützen und im Lehm gespielt – es war für sie die Alternative zum Leben im Plattenbau.

 

Es drängt sie, mit der Bildsamkeit des Tones in einer Weise umzugehen, dass Räume entstehen für Nutzung wie auch für Leere. Das Entstehen eines der Gefäß ist ablesbar an der Oberfläche seiner Wandung und trägt zwangsläufig die uns bekannten Signaturen der Schöpfung: vom Werden und vom Wandel, wie auch von Brüchen und Verfehlungen.

Adam Noack

Nach der mit dem Abitur abgeschlossenen Schullaufbahn übte Adam Noack seinen Zivildienst in England, West Sussex aus. Zurück in Deutschland verbrachte er vier Semester in Greifswald als Pharmaziestudent, brach dieses Studium ab und widmete sich ganz seinem Interesse und seiner Leidenschaft, der künstlerischen Auseinandersetzung. Adam Noack ist der lusthafte und leichte Umgang mit Farbe und Leinwand ein Bedürfnis. Der Prozess gleicht dabei weniger einem Kampf, als eher einem Tanz, auf Rhythmus, Bewegung und Timing aufbauend. Dabei scheint es widersprüchlich, dass Noack den unbeliebten, unschönen Moment sucht. Diesen jedoch stellt er in Teilen überspitzt, fast karrikaturesk, dar und verhilft diesem wiederum zu einer Leichtigkeit, welche Parallelen zur malerischen Umsetzung entwickeln läßt.

Wind, 2015, 130 x 140 cm, Acryl auf Leinwand
Golden Habours, Fethye 2018, LAMDA Print mounted on Alu Dibond, Acrylic Font, glossy/matte, 130 x 260 cm

Jens-Christian Wittig

Wittigs Arbeiten nutzen in der Aufnahme und im Print zwar fotografische Techniken sind aber von der Fotografie mittlerweile weit entrückt. Vielfach ist die Nähe zu malerischen Elementen und sophistischen grafischen Effekten deutlich zu erkennen. Die erzielte Vielschichtigkeit, Tiefe und Leuchtkraft seiner Bilder sind – so wird kommentiert – durch Malerei und Grafik im klassischen Sinne kaum noch zu erreichen. JCW-Kunst ist eben: Painted by a lens!
Wittig analysiert Situationen, Orte und Stimmungen, Licht- und Raumsituationen. Manchmal erfolgt dies zufällig, manchmal bewusst suchend. Auch die Gunst des Zufalls gilt es für ihn zu erkennen und bewusst als Inspirationsquelle zu nutzen. Für Wittig ist das Bild selbst nichts. Das wahre Bild entsteht für ihn erst im Betrachter. Und dieser kann sich in seiner eigenen Fantasie und Wahrnehmung ein „Bild machen“ – es mögen oder ablehnen. Deshalb verzichtet er gern auf detaillreiche Erklärungen zu seinen Motiven.

Wer erhält die Spenden?

Der Kinder- und Jugendclub Kramixxo

…ist eine Stadtteileinrichtung der Stadt Weimar in Trägerschaft der ev.-luth. Kirchgemeinde Weimar und der Kindervereinigung Weimar e. V.. Innerhalb der größten Plattenbausiedlung der Stadt sind die Offene Kinder- und Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit, gesellschaftliche, ökologische und soziale Bildung, interkulturelle Arbeit, freizeitorientierte Kinder- und Jugendarbeit die Schwerpunkte der Angebote.

 

Die Zielgruppe des Clubs sind Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 21 Jahren. Die BesucherInnen der Einrichtung sind hauptsächlich BewohnerInnen des Stadtviertels, bzw. SchülerInnen der Stadtteilschulen. Im Sinne einer stärkeren sozialen Mischung steht das Projekt aber auch Kindern und Jugendlichen aus dem innerstädtischen Raum jederzeit offen.

 

Ziel der Arbeit ist es, den Heranwachsenden soziales Lernen zu ermöglichen. Es werden Bedingungen und Möglichkeiten geschaffen individuelle wie gruppendynamische Kompetenzen im Alltag zu entdecken und zu erproben. Grundlage ist dabei der respektvolle Umgang miteinander. Die BesucherInnen werden bei der Bewältigung des Alltags unterstützt, sowie bei der Entwicklung kreativer, emotionaler und geistiger Fähigkeiten begleitet.

Hauptsponsor

Die Benefizgalerie wird unterstützt von

Bei der Gestaltung und Produktion der Marketingmaterialien wurde der
Rotary-Club Weimar-Bauhaus von der Agentur Diemar Jung Zapfe unterstützt.

Präsident:
Matthias Pfeiffer
weimar-bauhaus@rotary.de

Ansprechpartner:
Martin Fadinger
martin@fadinger.com
0160 96392268
weimar-bauhaus.rotary.de

Öffnungszeiten der Galerie
Freitag ab 20 Uhr mit Vernissage
Samstag 10 – 19 Uhr
Sonntag 10 – 14 Uhr